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Web 2.0

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Web 2.0 bezeichnet keinen gesonderten Internetstandart, vielmehr beschreibt es ein verändertes Nutzerverhalten, das natürlich auch durch technische Fortentwicklungen unterstützt wurde. 2.0 lehnt sich an die Versionsbezeichnungen von Software an suggeriert also, das es sich um eine technische Neuerung handle. Dies ist tatsächlich nicht der Fall. Etliche typische Web 2.0 Angebote sind mit vollkommen konventioneller Technik realisiert. Aufgekommen ist der Begriff im Zuge einer Revitalisierung des Internets nach dem zusammenbruch Zahlreicher Unternehmungen im Internet im Jahre 2001. Die Geschäftsmodelle vieler Pioniere des Internets erwiesen sich als zu optimistisch. Die Wirtschaft, insbesondere die Kapitalgeber misstrauten dem Internet, da sie mit unter eine Menge Geld beim Platzen der Dotcom- Blase verlohren hatten. Der Begriff Web 2.0 sollte hier eine Veränderung der Geschäftsmodelle markieren. Kern dieser Geschäftsmodelle ist die Veränderte Rolle die dem User zukommt. Natürlich war durch Nutzer generierter Inhalt schon immer ein wesentlicher Teil des Internets, die Geschäftsmodelle kommerzieller Angebote behandelten den Nutzer jedoch eher als Konsumenten, denn als Produzenten von Inhalten. Mit Web 2.0 entdeckte man, dass man den Nutzern weniger die redaktionellen Inhalte bieten musste, sondern vielmehr ein Kommunikationswerkzeug. Frühe Web 2.0 Dienste waren das Soziale Netzwerk Frienster, ein Vorgänger von Facebook oder die Webshots Community, ein Vorgänger von Flickr. Auch wenn diese Dienste noch immer bestehen, haben sie ihre Bedeutung an die technisch überlegenen Nachfolger abgeben müssen. Wikipedia sollte man nicht unbedingt dem Web 2.0 zurechnen, da sein Angebot nicht kommerziell ist. Typischerweise werden auch Blogs dem Web 2.0 zugerechnet. Auch dies ist wahrscheinlich etwas unpräzise, da ein Blog eine in einem bestimmten Stiel verfasste Webseite ist, die sich unter Umständen durch Web 2.0 Elemente auszeichnet.
Was aber sind die Typischen Web 2.0 Elemente?
Sicherlich ist an erster Stelle die Kommentarfunktion zu nennen, also die Möglichkeit über den Webbrowser durch ein Eingabeformular einen Kommentar zu im Internet publizierten Inhalten zu geben. Als eine Sonderform des Kommentars kann man Bewertungen betrachten, also den Artikel nach einem bestimmten oder unbestimmten Kriterium zu "benoten".
Ähnlich dazu bieten etliche Web 2.0 Werkzeuge dem Nutzer die Möglichkeit die Inhalte eines Artikels aber auch ein Bild oder Video zu verschlagworten. Das aus den durch die Nutzer eingegebenen Schlagwörtern entstandene Idexierung wird als Folksonomy bezeichnet. Sie wird häufig in der Form einer Tagcloud angezeigt. Eine Tagcloud visualiesiert die Häufigkeit der Nennung bestimmter Schalgworte. Je häufiger ein Begriff als Tag genannt wird, desto größer wird der Bergiff dargestellt. Die Tagcloud ermöglicht es, den Inhalt eines Artikels auf einen Blick zu erfassen. (Selbstverständlich kann man Tagclouds auch aus Autorgenerierten Schlagwörtern machen, nochimmer erwarten die meisten User jedoch das die Tagcloud eine Folksonomy visualisiert)

Wesentlichster Bestanteil von Web 2.0 sind jedoch Communityfunktionen. Im Zentrum aller Communityfunktionen steht die Möglichkeit einen eigenen Account bei einem Internetangebot anzulegen. In welcher Form dies geschieht ist zunächst nebensächlich, gewöhnlich jedoch durch ein Eingabeformular, in dem der Nutzer sich durch eingabe einer Emailadresse authendifiziert. In seinem Account hat der User nun die Möglichkeit eigene Userprofile anzulegen, zum Beispiel indem er Angaben über seine Interessen oder sein Alter macht oder Bilder auf der Internetseite einstellt. In moderner Communitysoftware ist es möglich den Nutzern verschiedene Rollen zuzuschreiben, und diesen Rollen wiederum verschiedene Rechte einzuräumen. So kann man z.B. ein Communtity-Software so realisieren, dass die Profile der registrierten Benutzer nur von ebenfalls registrierten Benutzern gesehen werden können. In der durch die regsitrierten Benutzer gebildeten Community gibt es nun eine Reihe von Kommunikationswerkzeugen. Prominentestes Werkzeug sind sicherlich die Bookmarkfunktionen (Lesezeichen)in all ihren Varianten. Eine der wichtigsten Varianten ist sicherlich die andere User als Freunde zu bookmarken. Meistens sind diese Bookmarks retundant, das heißt in dem ich den einen User als Freund bookmarke, werde auch ich von ihm gebookmarkt. Eine prominente Fortsetzung dieser Idee ist die, sich Gruppen anderer Nutzer anzuschliessen. Oft wird eine solche Relation, also, das ein Nutzer "Freund" eines anderen ist genutzt, als Merkmal genutzt um den Nutzern weitere Zugriffsrechte zuzubilligen. So können Freunde zum Beispiel die ins Profil geladenen Urlaubsbilder gegenseitig anschauen, Nutzer die sich dagegen nicht kennen dürfen dies nicht.
In einer solchen Community kann man nun natürlich auch die Inhalte anderer kommentieren, unter umständen geschieht dies dann aber beabsichtigter Weise nicht mehr anonym, sondern personalisiert.
Die Liste lässt sich weiter fortsetzen. Das hinter all diesen Communities stehende Geschäftsmodell ist nicht mehr dies, dem Nutzer Inhalte zu verkaufen, sondern die Nutzer produzieren die Inhalte selbst, dass finden sie meist ohnehin spannender, das Unternehmen dass den Nutzern die Kommunikationsplattform zur verfügung stellt hat aber die Möglichkeit zwischen den Usergenerierten Inhalten Werbung zu platzieren. Da diese Werbung sehr genau platziert werden kann, die Betreiber der Community wissen sehr viel von ihren Nutzern, sind die Werbeplätze sehr wertvoll.

Für Unternehmer, deren Kerngeschäft nicht die Social Communities sind, bieten solche Sozialen Netzwerke die Möglichkeit die Kundenbindung zu intensivieren und mit den Kunden auf sehr kurzem Weg zu kommunizieren. Unter Umständen leisten Nutzer untereinander Hilfe und geben sich Empfehlungen zur Nutzung Iherer Produkte. Dazuhin können Hinweise auf Mängel, aber auch auf nichtintendierte Vorzüge Ihrer Produkte für ihr Unternehmen enorm Wertvoll sein. Im Rahmen des Innovations und Qualitätsmanagements aber auch des Supports können solche Netz- Communities von grossem Nutzen sein.
Jedoch sollten sie die Möglichkeiten solcher Communities nicht zu optimistisch einschätzen. Nach anfänglicher Begeisterung konsolidiert sich das Feld der Sozial-Communities im Netz zunehmend und konzentriert sich bei den einschlägigen Anbietern, vor allem aber bei Facebook Myspace, in Deutschland auch bei StudisVZ und bei Xing. User melden sich bei Communities nur dann an, wenn sie in dem Angebot einen unmittelbaren Mehrwert erkennen, z.B. durch besondere Spezialisierung auf besondere Interessen. Nutzer fürchten inzwischen oft Datenmissbrauch oder scheuen schlicht weg den Aufwand sich selbst zu registrieren.
Solchen Unternehmen stellt sich alternative Funktionen bestehnder Plattformen wie Facebook zu nutzen. Der Facebook Login ist, durch seinen ernormen Mitgleiderbestand im Internet zu etwas wie dem universellen Schlüsselbund geworden. Mehr dazu erfahren sie im Artikel über Facebook.

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